Die große Stärke von HTML5

Verfasst am 28.03.2010 von Felix de Ruiter

HTML5 ist zurzeit in aller Munde und als Amateur-Webentwickler musste ich mich zwangsläufig auch irgendwann einmal damit auseinandersetzen. Zuerst habe mich sehr dagegen gesträubt, weil mir das mittlerweile längst wieder aufgegebene XHTML 2 vom Ansatz her deutlich besser gefallen hatte.

Was mich an HTML5 gestört hat:

  • keine Namespaces
  • kein RDFa
  • inkonsequenter Gebrauch des role-Attributs

So, das finde ich zwar auch heute noch doof an HTML5, aber ich bin ein Mensch, der sich lieber mit den Dingen, die er sowieso nicht zu ändern imstande ist, arrangiert, anstatt sich darüber aufzuregen. Irgendwann Mitte letzten Jahres habe ich dann damit begonnen, HTML5 näher unter die Lupe zu nehmen und bin kurze Zeit später vollständig von XHTML+RDFa, welches meiner Vorstellung von einer perfekten Auszeichnungssprache schon recht nahe kam, zu HTML5 gewechselt.

Meine Vorliebe für die strikte XML-Syntax musste ich nicht links liegen lassen, denn HTML5 unterstützt bekanntlich sowohl die Syntax von SGML als auch die von XML.

Und das ist super, denn so kann ich als Enwickler das Markup mit strikter Syntax schreiben und dann per Skript alles rausnehmen, was ich notwendig ist. Meine CMS-Eigenentwicklung Globacs entfernt während der Laufzeit alle unnötigen Anführungszeichen (<meta charset="UTF-8">), Slashes (<img />) und reduziert HTTP-Adressen in allen Links auf <a href="//example.org/">. Zusätzlich werden sämtliche Einrückungen und sinnlose Zeilenumbrüche entfernt.

So wird aus:

<DOCTYPE html>

<html lang="de">

	<head>

		<meta charset="UTF-8" />
		<title>Template</title>

	</head>

	<body>

		<p><a href="http://example.org/">Beispiellink</a></p>

	</body>

</html>

Letztendlich das:

<DOCTYPE html><html lang=de><head><meta charset=UTF8><title>Template</title></head><body><p><a href=//example.org/>Beispiellink</a></p></body></html>

Das Ganze kann dann zwar am Ende kein Mensch mehr lesen, aber dafür reduziert sich die Dateigröße jeder Seite auf ein Minimum und dem Anwender ist es eh egal, was im Quelltext steht. Und meine Templates bleiben sauber eingerückt und schön, wie ich sie haben möchte. :-)

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